

Dienstübergabe am Krankenbett:
Wir möchten den Patienten sorgfältig und verständlich informieren und ihm die Möglichkeit bieten, seine Pflegeziele mitzubestimmen. Aus diesem Grunde findet mittags die Dienstübergabe am Krankenbett statt. Der Patient erhält hierbei grundsätzlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen und seine Probleme und Wünsche zu äußern. Als wichtiges Element der Qualitätssicherung kommt es hier zu einem Austausch der Pflegefachkraft vom Vormittag und vom Nachmittag mit dem Patienten. Mit dem Patienten zusammen wird über die pflegerische Vorgehensweise gesprochen. Gleichzeitig werden anstehende Untersuchungen und hierfür notwendige Vorbereitungen abgestimmt. Auf Wunsch sind wir gerne bereit auch Angehörige in die Pflege mit einzubeziehen.
Kinästhetik:
Bewegung und Mobilisation, initiiert durch Pflegefachkräfte, die im Rahmen von Kinästhetik ausgebildet wurden, wirkt sich positiv auf Vitalfunktionen, auf Schlafqualität, auf Schmerzzustände und auf das allgemeine Wohlbefínden der Patienten aus. Das Konzept ist demnach darauf ausgerichtet, die Bewegungsfähigkeit und -koordination unserer Patienten und Pflegenden zu erweitern bzw. zu erhalten. Kinästhetik dient somit der Prävention von Sekundärerkrankungen und kann, durch einen konsequenten Einsatz zu einer Verkürzung der Verweildauer führen. Pflegende im Marienhospital werden in regelmäßig stattfindenden Grundkursen und Schulungen in dieses Konzept eingearbeitet.
Basal stimulierende Pflege:
Das Konzept der Basalen Stimulation beinhaltet die ganzheitliche und individuelle Pflege eines Patienten, um ihn so zur Selbstständigkeit zu begleiten.
Angeboten wird dieses Pflegekonzept Patienten, die in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigt sind. Diese Beeinträchtigung kann auftreten durch z.B. Bewegungsmangel, da der Mensch sich unter anderem über seine Bewegung wahrnimmt.
Ein weiterer wichtiger Wahrnehmungsbereich sind Reize die über die Haut wahrgenommen werden, z.B. durch Kleidung. Es werden die grundlegenden Sinne des Menschen angesprochen. Besonders schwer erkrankte Patienten profitieren von dieser veränderten Form der Pflege.
Angebote der Basalen Stimulation® können z.B. in Form von speziellen Lagerungen, Waschungen oder auch Bewegungsangeboten durchgeführt werden. Bei der Auswahl der für den einzelnen Patienten richtigen Maßnahmen spielen die Biographie und seine Ziele eine entscheidende Rolle.
Durch kontinuierliche Durchführung der Angebote erlangt der Patient Orientierung und Sicherheit, dies gibt ihm Ruhe und Kraft zur Genesung.
Die Mitarbeiter im Marienhospital Steinfurt werden regelmäßig in Basisseminaren und Aufbauseminaren zu diesem Konzept geschult. Die praktische Umsetzung wird durch eine ausgebildete Praxisbegleiterin für Basale Stimulation® aktiv begleitet.
Basale Stimulation® beinhaltet Pflegen unter einem therapeutischen Konzept und führt zu einer größeren Zufriedenheit bei Pflegenden und Patienten.
Qualitätssicherung:
Ein wichtiges Ziel der Pflegedirektion ist es, in Zusammenarbeit mit der Innerbetrieblichen Fortbildung, die aktuelle Standardentwicklung auf betrieblicher Ebene um die Inhalte und Anforderungen nationaler Expertenstandards zu ergänzen. Im Rahmen richtungsweisender Qualitätsprojekte z. B. zur Dekubitusprophylaxe und Entlassungsmanagement, werden diese Richtlinien und Inhalte zur Qualitätsentwicklung in der Pflege verbreitet und in die pflegerische Praxis eingeführt.
Pflegedirektor
Holger Hummels
Dipl. Pflegemanager (FH)
Mauritiusstr. 5
48565 Steinfurt
Tel.: 02552 / 79-0
