

PSYCHOTHERAPEUTISCHE MEDIZIN
CHRONISCHE SCHMERZSTÖRUNGEN
Bei der Behandlung chronischer Schmerzpatienten haben sich einseitig somatisch orientierte Erklärungs- und Behandlungsansätze als unzureichend erwiesen. Nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Forschung in der Medizin ist vielmehr eine differenzierte Betrachtungsweise erforderlich, die neurobiologische und neuropsychologische Aspekte des Schmerzerlebens integriert.
Vor dem Hintergrund eines wissenschaftlich antiquierten Reiz-Reaktions-Konzeptes werden häufig degenerative Veränderungen oder Auffälligkeiten in der modernen Bildgebung ursächlich mit den Schmerzen in Verbindung gebracht. Hingegen werden zentrale stressbedingte Einflussfaktoren zumeist erst nach langjähriger Chronifizierung oder gar nicht ursächlich in Betracht gezogen. Hierbei sind psychosoziale Einflussfaktoren bei etwa 80 % aller Schmerzkranken bedeutsam und bei ca. 30 % der Patienten überwiegend, zum Teil ausschließlich für das Schmerzgeschehen pathogenetisch verantwortlich.
Die oft lange Suche nach der „richtigen Diagnose“ hat für viele Betroffene einen jahrelangen Krankheits- und Leidensweg zur Folge, bevor sie erstmalig psychosomatisch abgeklärt und behandelt werden.
Mit dem heutigen Wissensstand sind wir in der Lage, ehemals unklare Schmerzphänomene unter Einbeziehung sowohl neurobiologischer als auch psychosomatischer Erkenntnisse und Zusammenhänge besser zu verstehen, aus der klinischen Erfahrung heraus zu differenzieren und zu behandeln.
Stationäre und teilstationäre psychosomatisch-psychotherapeutische Behandlung
chronischer Schmerzpatienten.
Oberarzt
Dr. med. Thomas Bade
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
- Spezielle Schmerztherapie -
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Frau Schulte
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