

Maria-Josef Hospital Greven
Lindenstraße 29
48268 Greven
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WN Serie "Berufe im Krankenhaus"
Die Grevener Ausgabe der Westfälischen Nachrichten veröffentlicht in ihrer Serie „Berufe im Krankenhaus“ regelmäßig Berichte über die Berufsbilder von Mitarbeitern des Maria-Josef-Hospitals. Der Verfasser der Artikel ist Franz Kampschulte. Bitte folgen Sie den Links um die Berichte zu lesen:
30.08.2011 Westfälische nachrichten: Desinfektion ist oberstes Gebot
23.08.2011 Westfälische Nachrichten: Chirurgie durchs Knopfloch
02.08.2011 Westfälische Nachrichten: Häuser fit machen für die Zukunft
26.07.2011 Westfälische Nachrichten: Ein Pieks ins Ohrläppchen
ckt. Krankenhäuser machen Qualitätsdaten transparent
Die ckt. Krankenhäuser Marienhospital Emsdetten, Maria-Josef-Hospital Greven und Marienhospital Steinfurt veröffentlichen zum dritten Mal in Folge ihre Daten zur Qualität der Patientenversorgung. Welche Operationen und Behandlungen werden mit welcher Ergebnisqualität durchgeführt? Welche medizinischen Großgeräte sind wo vorhanden? Welche Ärzte verfügen über die besondere Kompetenz, andere Ärzte auszubilden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet der Jahresbericht zur Qualitätssicherung.
Der Jahresbericht wird von Geschäftsstelle des CLINOTEL-Krankenhausverbundes erstellt. Seit April 2008 gehören die ckt. Krankenhäuser zu dem Verbund von zurzeit 29 Mitgliedshäusern aus dem gesamten Bundesgebiet. Das gemeinsame Ziel ist es Wissen und Erfahrungen gegenseitig auszutauschen, um von den jeweiligen Stärken des Anderen zu profitieren. Dieses Ziel findet in dem Motto „Von den Besten lernen, zu den Besten gehören“ ausdruck. Der Jahresbericht ist ein Mittel für den Wissens- und Erfahrungsaustausch. „Mit den öffentlich zugänglichen Informationen zur Qualitätssicherung gehen wir sehr weit über die gesetzlichen Informationspflichten hinaus. Wir wollen die Daten veröffentlichen, um das Vertrauen in unsere Krankenhäuser weiter zu stärken“, so Dr. med. Andreas Eichenauer, Medizinischer Geschäftsführer der ckt.-GmbH. Nach den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben müssen die Krankenhäuser lediglich einen kleinen Teil der Kennzahlen veröffentlichen. Die ckt. bietet mit dem Jahresbericht zur Qualitätssicherung zusätzliche Transparenz, die mehr Informationen bietet als der alle zwei Jahre gesetzlich vorgeschriebene „strukturierte Qualitätsbericht“.
Transparenz für alle
Qualität ist kein Zufall, sondern Ergebnis permanenter Anstrengungen der Krankenhäuser. Der Bericht belegt die Qualität und zeigt den Mut, auch solche Ergebnisse darzustellen, bei denen noch Verbesserungspotenzial besteht. Dadurch entsteht ein gewollter Druck an der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität weiter zu arbeiten. Darüber hinaus wird den Patienten, niedergelassenen Ärzten und anderen Interessierten ermöglicht, neben den Ergebnissen auch die Strukturen der einzelnen Krankenhäuser zu durchschauen. Alle Behandlungsergebnisdaten sind verständlich formuliert und bieten einen schnellen und unkomplizierten Überblick.
Der Bericht ist in drei Bereiche unterteilt. Der erste Berichtsteil informiert über die Maßnahmen des Krankenhauses zur Qualitätssicherung, die dem Patienten zugutekommen. Der zweite Berichtsteil stellt Projekte dar, die die CLINOTEL-Geschäftsstelle gemeinsam mit dem Krankenhaus umgesetzt hat. Dazu gehören z. B. Treffen in Fachgruppen und externe Begutachtungen der Prozesse im Krankenhaus (sogenannte „Auditverfahren“). Der dritte Berichtsteil stellt verschiedene Leistungs- und Strukturdaten dar und informiert z. B. über Zertifizierungen, Ausstattungen mit Großgeräten, Weiterbildungsbefugnisse der Ärzte sowie das medizinische Leistungsspektrum der Mitgliedshäuser.
Der vollständige Jahresbericht kann hier heruntergeladen werden.
Dr. med. Andreas Eichenauer, Medizinischer Geschäftsführer der ckt.-GmbH, präsentiert den aktuellen Jahresbericht zur Qualitätssicherung.
Am 01.07.2011 nahmen die Hygienefachkräfte des Marienhospitals Emsdetten, Maria-Josef-Hospitals Greven und Marienhospitals Steinfurt zum zweiten Mal das Qualitätssiegel des EurSafety-Health-net entgegen.
Die Unternehmensführung freut sich gemeinsam mit dem Direktorium, den Hygienefachkräften und den Mitarbeitern über die Anerkennung der gemeinsamen Arbeit im Kampf gegen Krankenhausinfektionen. Für Weitere Informationen folgen Sie bitte dem Link.
Die ckt. Hygienefachkräfte Angelika Wehri, Dieter Papenhoff und Sonja Bauer (v.l.n.r.) nahmen die Qualitätszertifikate für die ckt.-Krankenhäuser in Emsdetten, Greven und Steinfurt entgegen.
„Ein Krankenhaus an drei Standorten“: ckt. stärkt den Verbundgedanken
Die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat der Christliche Krankenhaus- Träger GmbH (ckt.) haben in ihrer Sitzung am 26.05.2011 richtungweisende Beschlüsse für die weitere Entwicklung des Verbundes getroffen. Mit Wirkung zum 01.04. bzw. 01.07.2011 wird die Verwaltungsspitze neu organisiert. Josef Hüsing, bisher Verwaltungsdirektor des Maria-Josef-Hospitals Greven, wird die Position des Unternehmensleiters Finanzen und Controlling für alle ckt.-Einrichtungen übernehmen, Gabriele Sonsmann, bisher Verwaltungsdirektorin am Marienhospital Emsdetten, wird Unternehmensleiterin Personal und Marketing. Beide Positionen werden zum 01.07.2011 neu geschaffen. Unter dem Vorbehalt der abschließenden Zustimmung der Gesellschafterversammlung hat Dirk Schmedding, bisher Verwaltungsdirektor am Marienhospital Steinfurt, bereits am 01.04. seine Tätigkeit als Unternehmensleiter „Neue Versorgungsformen“ aufgenommen. Damit ist eine neue, zentrale Verwaltungsebene unterhalb der Geschäftsführung eingerichtet worden. Die bisherigen Aufgaben der Verwaltungsdirektoren werden von den Geschäftsführern der ckt. GmbH, Ulrich Scheer und Dr. Andreas Eichenauer, wahrgenommen. In ihren Tätigkeiten vor Ort werden sie von den Ärztlichen Direktoren und den Pflegedirektoren der Häuser unterstützt.
Die Idee zur Umgestaltung der Verwaltungsspitze ist Ende 2010 von den Verwaltungsdirektoren und der Geschäftsführung ausgegangen. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung hatten die Initiative zunächst mit Überraschung, dann mit Zustimmung aufgenommen, und nun nach eingehender Diskussion abschließend und einstimmig befürwortet. Besonders positiv ist dabei der Ansatz gewertet worden, die Kenntnisse und besonderen Fähigkeiten bereits vorhandener Mitarbeiter in die Umstrukturierung aufzunehmen. Hierdurch kann trotz der anstehenden Veränderungen eine Kontinuität gewahrt bleiben. Die leitenden Mitarbeiter im Bereich Finanzen und Personal bleiben in ihren Arbeitsbereichen und können so ihre Erfahrungen zum Neuaufbau beisteuern.
„Bei aller notwendigen Zentralisierung ist es den Gesellschaftern ein wichtiges Anliegen, dass jedes Krankenhaus sein jeweils eigenes Profil behält und weiter ausbaut, ähnlich wie die Kinder einer Familie ihre eigenen Persönlichkeiten formen und entwickeln können und auch sollen, sie aber trotzdem immer wissen, wer ihre Geschwister sind, und zu welcher Familie sie gehören.“ So beschrieb Christoph Rensing, Pfarrer der St. Pankratiusgemeinde in Emsdetten und damit einer der Vertreter der „Eigentümer“ der Krankenhäuser, das Zusammenwirken zwischen der Trägergesellschaft und den einzelnen Krankenhäusern am Rande der Gesellschafterversammlung.
Insbesondere die beabsichtigte Einrichtung des zentralen Unternehmensbereichs „Neue Versorgungsformen“ hatte bereits im Vorfeld der Beschlussfassung Anlass zu zahlreichen Diskussionen gegeben. Die Vernetzung der Krankenhäuser mit den niedergelassenen Ärzten der Region und die Verbesserung der Abstimmung zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich der Patientenversorgung sind allerdings schon immer zentrale Ziele der Krankenhäuser in Emsdetten, Greven und Steinfurt gewesen. Um für neue Möglichkeiten der Kooperation das notwendige Wissen sowie die Kontakte und Erfahrungen zu bündeln, hat sich die Gesellschafterversammlung auf Empfehlung des Aufsichtsrats entschieden, hier eine eigene, neue Position in der Verwaltungsspitze zu schaffen.
Die Einrichtung des Darmzentrums Nordmünsterland zeigt, dass die Krankenhäuser des ckt.-Verbundes nicht nur in der Verwaltung, sondern auch auf dem Gebiet der medizinischen Versorgung näher zusammenrücken. Die Häuser haben sich das Ziel gesetzt, im Jahr 2012 gemeinsam die Anforderungen an ein zertifiziertes Darmzentrum zu erfüllen. In der Praxis besprechen Ärzte aller drei Krankenhäuser bereits seit zwei Jahren regelmäßig in „Tumorkonferenzen“ alle Patienten mit einer Darmkrebserkrankung, um die jeweils optimale Therapieform abzustimmen. Neu bei der Zertifizierung des Darmzentrums ist die Konzentration der operativen Eingriffe auf dem Gebiet der Darmkrebschirurgie am Marienhospital Emsdetten.
Auf einem anderen Teilgebiet der Chirurgie soll ebenfalls eine Konzentration vorgenommen werden: Komplexe unfallchirurgische Eingriffe sollen zukünftig schwerpunktmäßig am Marienhospital Steinfurt durchgeführt werden; die Häuser in Emsdetten und Greven werden hingegen ihren Spektrum im Bereich geplanter Leistungen, z.B. der Endoprothetik, ausbauen. Derzeit sind alle drei ckt.-Häuser im Rahmen ihrer Teilnahme am Traumanetzwerk Nord-West für die Erstbehandlung von Schwerverletzten erfolgreich auditiert und können auch weiterhin eine hochwertige Erstversorgung sicherstellen. Durch eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit wollen die Krankenhäuser in Emsdetten, Greven und Steinfurt dafür sorgen, dass den Patienten und niedergelassenen Ärzten an jedem einzelnen Standort die Kompetenz des gesamten Verbundes zur Verfügung steht, in diesem Sinn also „ein Krankenhaus mit drei Standorten“ entsteht.
Strom und Wärme fürs Krankenhaus
Neue Blockheizkraftwerke in Emsdetten, Greven und Steinfurt sind in Betrieb
Innerhalb von nur 3 ½ Monaten wurden die neuen Blockheizkraftwerke (BHKWs) in den drei Krankenhäusern der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (ckt.) installiert. Die Arbeiten liefen in den Sommer- und Ferienmonaten ohne Störungen ab. Mit den neuen BHKWs investiert die ckt. in ein wirtschaftliches und ökologisches Energiemanagement.
Die BHKWs wurden in kurzer Zeit an den drei Krankenhausstandorten parallel installiert. „Alle Arbeitsschritte im Bereich Heizung, Sanitär und Elektro liefen reibungslos ab, so dass die Patienten und Mitarbeiter kaum etwas von den Arbeiten mitbekommen haben“ berichtet der Technische Leiter am Marienhospital Emsdetten und am Maria-Josef-Hospital Greven, Herbert Preckeler. Dies bestätigt auch der Technische Leiter am Marienhospital Steinfurt, Georg Lepkes. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Installationsfirma war die Versorgung mit Heizung und Warmwasser immer gewährleistet. „Die enge Kooperation war für den problemlosen Ablauf, von der Vorbereitung über die Demontage und die Installation bis hin zur Einregulierung, sehr hilfreich“ ergänzt Dipl.-Ing. Stephan Willers von der Gebr. Willers GmbH & Co. KG, dem ausführenden Unternehmen.
Das Besondere an den Heizkraftwerken ist die effiziente Energieausnutzung nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung. Da der Strom direkt am Verbrauchsort produziert wird, gibt es keine Verteilungsverluste. Hinzu kommt, dass das „Nebenprodukt“ Wärme ebenfalls direkt für Heizung und Warmwasser genutzt wird. Die BHKWs decken mit einer elektrischen Leistung von 140 kW etwa 60 Prozent des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie pro Jahr für das Krankenhaus ab. Mit der thermischen Leistung (Wärmeerzeugung) von 212 kW können knapp 50 Prozent des Gesamtverbrauchs an Wärmeenergie für das Krankenhaus erzeugt werden. Darüber hinaus sind nach Berechnungen des eigens hinzugezogenen Instituts für Energie und Umwelt CO2-Einsparungen in Höhe von rd. 380.000 kg im Jahr zu erwarten. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Energiepreise auch zukünftig eher steigen werden, ist der Betrieb eines Blockheizkraftwerks eine sehr zukunftsgerichtete Investition.
Möglich wurde der Wechsel zum BHKW durch Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm II, mit denen das Land NRW im vergangenen Jahr auch Mittel für die Krankenhäuser zur Verfügung gestellt hat. Insgesamt konnten alle Krankenhäuser in NRW im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes nach einem festgelegten Verteilerschlüssel 170 Mio. Euro abrufen. Im Kreis Steinfurt haben die drei Krankenhäuser der ckt.-GmbH auf diesem Weg insgesamt fast 944.000 Euro außerplanmäßige Fördermittel durch das Land NRW erhalten. Neben dem Investitionszuschuss durch das Land NRW haben die Krankenhäuser aus eigenen Mitteln in neue Mess-, Steuer- und Regeltechnik für die Heizzentrale investiert, um die Energieversorgung insgesamt zu optimieren.
Von außen ist nichts zu sehen. Wer die von den Stadtwerken Greven installierte
Photovoltaikanlage auf den Flachdächern des Maria-Josef-Hospitals sehen möchte, muss
schon auf das Dach des Bettenteils B hochsteigen. Dort sind jetzt die ca. 240 Solarmodule in
Betrieb.
Mehr als 37.000 Kilowattstunden pro Jahr wird die Photovoltaikanlage erzeugen, die von den
Stadtwerken Greven in dem Gemeinschaftsprojekt auf den Flachdächern der Gebäude B
und C des Maria-Josef-Hospitals errichtet wurden. Genug Strom um rechnerisch 10 Häuser
oder 20 Wohnungen komplett mit umweltfreundlichem Solarstrom zu versorgen. Die
Investitionskosten und auch die Erträge werden in diesem Gemeinschaftsprojekt geteilt.
Darüberhinaus erhält das Krankenhaus für den Teil des Daches, den die Stadtwerke nutzen,
eine angemessene Miete. Damit wird die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage mit
einer Teilvermietung von Dachflächen kombiniert.
Da die Einspeisevergütung von Solarstrom durch das erneuerbare Energiegesetz (EEG) für
20 Jahre garantiert ist, handelt es sich dabei um ein gutes Projekt für beide Beteiligten.
Voraussetzung dafür war allerdings, dass die Anlage bis Ende Juni 2010 fertiggestellt wird.
Denn ab dem 01.07.2010 sinkt die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen.
Betriebsleiter Christoph Glanemann hierzu: „Dann werden wir sicherlich sehr viel genauer
hinschauen müssen, wenn wir Photovoltaikanlagen planen. Viele Projekte werden dann nicht
mehr wirtschaftlich sein, es sei denn, die Anlagekosten sinken drastisch.“
Über 100.000,-- Euro werden beide Projektpartner in die Photovoltaikanlage investieren
Mindestens 20 Jahre lang soll die Anlage dann sauber, sicher und auch nachhaltig Strom
erzeugen. Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Greven, geht davon aus,
„dass sich die Anlage in ca. 8 - 10 Jahren amortisieren wird“.
Verwaltungsdirektor Josef Hüsing erläuterte, dass das Maria-Josef-Hospital den Strom nicht
selbst nutzen wird, sondern in das Netz der Stadtwerke einspeist. Und der fließt auch bei
Bewölkung. Denn die Anlage produziert auch ohne Sonnenschein ca. 25 % der maximalen
Leistung.
Aber nicht nur in finanzieller Hinsicht ist das Projekt der beiden Projektpartner lobenswert:
Die beiden Unternehmen fördern die Energieerzeugung aus Sonnenenergie und leisten
damit einen aktiven und sichtbaren Einsatz zum Klimaschutz. Gegenüber der herkömmlichen
Stromerzeugung wird die installierte Photovoltaikanlage auf den Dächern des Maria-Josef-
Hospitals in 20 Jahren fast 400 To. CO² einsparen.
Das Maria-Josef-Hospital erfüllt bereits seit 2003 mit der Einführung eines Umwelt-
Managementsystems die europäischen Normen im Umweltschutzbereich. "Deshalb passt
dieses Projekt sehr gut in die Bemühungen unserer Krankenhäuser zur kontinuierlichen
Verbesserung des Umwelt- und Arbeitsschutzes", so Ulrich Scheer, Geschäftsführer des
Maria-Josef-Hospitals.
Die „Energiewende“ kann beginnen
Am 07.06.2010 wurde im Maria-Josef Hospital das neue Blockheizkraftwerk angeliefert. Die Krankenhäuser der Christlichen Krankenhausträger Gesellschaft (CKT) investieren 1,5 Mio. Euro in die Heizkraftwerke für wirtschaftliches und ökologisches Energiemanagement.
Auf der Grundlage des Konjunkturprogramms II hat das Land NRW im vergangenen Jahr auch Mittel für die Krankenhäuser zur Verfügung gestellt. Insgesamt konnten alle Krankenhäuser in NRW im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes nach einem festgelegten Verteilerschlüssel, 170 Mio. Euro abrufen. Im Kreis Steinfurt haben die drei Krankenhäuser der CKT- GmbH auf diesem Weg insgesamt fast 944.000 Euro außerplanmäßige Fördermittel durch das Land NRW erhalten. Aus der Summe erhielt das Maria-Josef-Hospital Greven knapp 300.000 Euro.
Nach Beratung durch das Institut für Energie und Umwelt BFE in Mühlhausen wurden die Planungen für ein wirtschaftliches und ökologisches Energiemanagement auf den Weg gebracht. Das Maria-Josef-Hospital Greven wird deshalb mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) ausgestattet.
„Neben dem Investitionszuschuss durch das Land NRW wird das MJH Greven nochmals etwa den gleichen Betrag aus eigenen Mitteln in neue Mess-, Steuer- und Regeltechnik für die Heizzentrale investieren, um die Energieversorgung insgesamt zu optimieren, so Josef Hüsing, Verwaltungsdirektor des Hospitals.“. Die sehr aufwendigen Installationsarbeiten werden bis zum Ende der Sommerferien andauern, so dass Anfang September mit der Inbetriebnahme gerechnet werden kann.
Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und zeichnet sich durch eine effektive Ausnutzung der eingesetzten Primärenergie aus. Das BHKW deckt mit einer elektrischen Leistung von 140,00 KW und einer Gesamtleistung von über 1 Mio. KW, etwa 60 Prozent des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie pro Jahr für das Hospital ab. Mit der thermischen Leistung (Wärmeerzeugung für Heizung, Warmwasser, etc.) von 207,00 KW kann das Maria-Josef-Hospital ca. 1,5 Mio. KW an Nutzwärme erzeugen. Das entspricht knapp 50 Prozent des Gesamtverbrauchs an Wärmeenergie für das Krankenhaus.
Durch den erheblich größeren Effizienzgrad eines BHKW´s gegenüber der konventionellen Energieerzeugung sind darüberhinaus nach Berechnungen des Instituts für Energie und Umwelt, CO2 Einsparungen in Höhe von rd. 380.000 kg im Jahr zu erwarten. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Energiepreise auch zukünftig eher steigen werden, ist der Betrieb eines Blockheizkraftwerkes eine sehr zukunftsgerichtete Investition, so die Betriebsleitung in einer Pressemitteilung abschließend.
125 Jahre Tradition und medizinische Kompetenz im Maria-Josef-Hospital Greven
Mit einer Festwoche vom 12. bis 20. September 2009 feiert das Maria-Josef-Hospital Greven sein 125-jähriges bestehen. NRW Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann und der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Rudolf Kösters werden am 18. September an den Feierlichkeiten teilnehmen. Mit der Festwoche danken das Direktorium und die Geschäftsführung den Menschen, die das Maria-Josef-Hospital auf seinem langen Weg begleitet haben und weiterhin begleiten.
Zu Beginn der Festwoche lädt das Maria-Josef-Hospital am 12. September von 11:00 bis 17:00 Uhr zum 4. Grevener Pflegetag ein. Die Veranstalter der Pflegemesse sind der ambulante Pflegdienst am Maria-Josef-Hospital Greven, der Caritasverband Emsdetten-Greven, die reha team Perick GmbH sowie die Adler Apotheke Greven. Zahlreiche Aussteller informieren über ambulante Hilfen und medizinische Hilfsmittel die den Alltag erleichtern. Die Pflegemesse findet im Foyer des neuen Ärztehauses am MJH und im Erdgeschoss des Maria-Josef-Hospitals statt.
Zu dieser Gelegenheit bedankt sich das Hospital mit einem Frühschoppen bei den Nachbarn und Anwohnern für das Wohlwollen während der Bau- und Umbauarbeiten an dem Krankenhausgebäude in den letzten Jahren. Ebenso sind an diesem Tag die Mitarbeiter im Ruhestand zu der traditionellen Ehemaligen-Feier eingeladen. Die Betriebsleitung des Maria-Josef-Hospitals erklärt: „Wir sind froh und stolz auf das 125-jährige bestehen des Maria-Josef-Hospitals und möchten den Menschen, die dazu beigetragen und uns unterstützt haben, mit den Festen danken.“
Ab dem 14. September zeigt eine Ausstellung im Erdgeschoss des Hauses historische Fotografien und Aufzeichnungen des Maria-Josef-Hospitals, die die lange Geschichte der Klinik wieder aufleben lassen. Die Ausstellung wurde von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Mitarbeitervertretung und der Betriebsleitung, gestaltet und wird bis in den Dezember geöffnet sein.
Alte Erinnerungen und Anekdoten werden sicher auch bei der Jubilarehrung am 16. September ausgetauscht werden. Geehrt werden rund 50 Mitarbeiter die meist bereits mehrere Jahrzehnte für das Maria-Josef-Hospital tätig sind.
Ein besonderes Ereignis wird der Festakt am 18. September in der Grevener Baumwollspinnerei „Ballenlager“ werden. Zu dem Festakt hat der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Karl-Josef Laumann seinen Besuch angekündigt. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Rudolf Kösters wird einen Festvortrag halten. Weitere Grußworte werden u. a. der Domkapitular des Bistums Münster Dieter Geerlings sowie der Bürgermeister der Stadt Greven Peter Vennemeyer sprechen. Begrüßt werden die Gäste durch den kaufmännischen Geschäftsführer des Maria-Josef-Hospitals und der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (ckt.) Ulrich Scheer. Die ckt. ist die Trägergesellschaft des Maria-Josef-Hospitals, des Marienhospitals Emsdetten, des Marienhospitals Steinfurt sowie weiterer Pflege- und Dienstleistungseinrichtungen in der Region. Neben der Moderation und einem Rückblick auf die Geschichte des Maria-Josef-Hospitals durch den Ärztlichen Direktor Dr. med. Burkhard Greulich, erwartet die Gäste Musik und Unterhaltung.
Am Abend können sich die Mitarbeiter auf das jährliche Betriebsfest freuen, das ebenfalls im Ballenlager stattfinden wird. Den feierlichen Ausklang der Festwoche bildet am 20. September der Festgottesdienst in der St. Martinuskirche in Greven.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen zwingen die Beteiligten mit neuen zukunftsweisenden Konzepten auf die Reformen zu reagieren. Damit die Ergebnisse dieser Reformen nicht - wie so häufig - Leistungsbeschränkung oder -abbau bedeuten muss, stellt die Betriebs- und Geschäftsleitung des Maria-Josef-Hospitals heute ein zukunftsweisendes Konzept vor. Durch das Projekt eines vollständig integrierten Ärzte- und Praxishauses werden die Voraussetzungen geschaffen, um Leistungsbreite und - tiefe des Krankenhauses Hand in Hand mit den niedergelassenen Ärzten zu verbessern. Somit soll die wohnortnahe medizinische Versorgung auf einem hohen Niveau und der Standort Greven nachhaltig gesichert werden.
Das Gesundheitszentrum auf geänderte Rahmenbedingungen:
Zur Weiterentwicklung eines Krankenhauses im ländlichen Raum zu einem modernen Gesundheitszentrum gibt es unseres Erachtens keine Alternative. Weder die kleineren Krankenhäuser noch die niedergelassenen Ärzte allein können die notwendigen Investitionen für Großgeräte z. B. Computer- oder Kernspintomorgraphie tragen, weil beide aufgrund der zu geringen Auslastung und der rechtlichen Bedingungen nicht in der Lage wären, diese Geräte wirtschaftlich zu betreiben. Die Lösung liegt in der Kooperation.
In Greven sieht das konkret so aus:
Die im Krankenhaus angesiedelten niedergelassenen Radiologen betreiben die medizinischen Großgeräte, die dann sowohl für die stationären PatientInnen des Krankenhauses als auch für alle ambulanten PatientInnen zur Verfügung stehen.
Es ist uns ein zentrales Anliegen, der Bevölkerung in Greven ein möglichst umfassendes und wohnortnahes Angebot in allen Fragen der Gesundheit zu bieten. Deshalb werden wir das Ärzte- und Praxishaus für zahlreiche Kooperationen öffnen. Durch die enge Zusammenarbeit medizinischer und nichtmedizinischer, ambulanter und stationärer Dienstleister, verbessern wir das Leistungsspektrum, verkürzen die Wege für unsere PatientInnen (KundenInnen), nutzen Synergieeffekte und stellen damit eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sicher.
Für die PatientenInnen ist eine Verzahnung verschiedener Leistungsbereiche im Gesundheitswesen von großem Nutzen. Sie können in einem Gebäude verschiedene Fachärzte aufsuchen und dann evtl. notwendige Medikamente oder Hilfsmittel bequem in der Apotheke oder im Sanitätshaus besorgen. Durch Kooperationsverträge können die niedergelassenen ÄrztInnen bei aufwendigen Untersuchungen auf die Geräte des Krankenhauses zurückgreifen. Durch dieses „Hand in Hand-Konzept" zwischen dem stationären und ambulanten Bereich verkürzen wir die Wege für PatientenInnen, bieten mehr Sicherheit durch die Klinikinfrastruktur im Hintergrund, schaffen mehr Transparenz in der Versorgung und Behandlung, vermeiden Doppeluntersuchungen und beschleunigen den Informationsaustausch zwischen den behandelnden ÄrztInnen.
Das Besondere an dem Projekt ist die vollständige Integration aller Ebenen mit dem Krankenhaus: Um nicht nur symbolisch die Grenzen zwischen stationärem und ambulantem Sektor aufzubrechen, wird es zukünftig nur noch einen Haupteingang für Ärzte-, Praxishaus bzw. Maria-Josef-Hospital geben. Die Durchlässigkeit spiegelt sich auch in einer gemeinsamen Gerätenutzung und den Räumlichkeiten wider. So wird z. B. an der Schnittstelle zwischen Praxishaus und Krankenhaus das bereits vorhandene ambulante OP-Zentrum erweitert, um es für beide Seiten nutzbar zu machen. Die technische Infrastruktur wie die bereits heute vorhandene digitale Radiologie, CT, MRT, Sonographie, etc. wird es möglich machen, dass Befunde, Bilder, OP-Berichte und sonstige Befunddaten in Sekundenschnelle bei jedem weiterbehandelnden Arzt/ Ärztin in den Praxen verfügbar sind.
Aufteilung der Gebäudestruktur:
Das Erdgeschoss wird neben dem Haupteingang eine Reihe von Ladenlokalen, Shops, ein erweitertes Cafe/Restaurant und die neue Liegendanfahrt zum Krankenhaus beherbergen. In den darüberliegenden Geschossen 1 u. 2 sowie optional eine weitere Ebene, werden je nach Praxisgröße zwischen 5 und 8 Praxen untergebracht sein.
Die umfassenden Kooperationsmöglichkeiten und die Verzahnung des ambulanten und stationären Bereichs bieten erhebliche Vorteile für die PatientInnen und für die dort tätigen Fachärzte und sonstigen Dienstleistern aus dem Gesundheitswesen.
Greven, den 29.06.2007
